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Filmabend: Perspektivwechsel in deutsch-asiatische Lebensrealitäten

13. März, 19:00

Programm
Beschreibung

Wir laden Sie herzlich zu der Filmvorführung und einem Austausch mit den Regisseurinnen Thi Dang An Tran und Su-Jin Song ein.

Die Werke “Xanh” (2022) und “Unsere Eomeoni” (2017) geben einen Einblick in die alltäglichen Fragen und Themen aus der Sicht der zweiten Generation von Deutsch-Asiat*innen. Im Anschluss an die Filmvorführungen laden wir Sie zu einem Gespräch mit den Filmemacherinnen ein – einem offenen Dialog über kulturelle Parallelen und Unterschiede, die Komplexität von Identität und Herkunft im heutigen Deutschland.

Im animierten Kurzfilm „Xanh“ von Regisseurin Thi Dang An Tran stellt Duy Em ihrem Vater die zentrale Frage, warum er sich nicht gegen rassistische Bemerkungen wehrt. Seine Antwort lässt beide in seine Vergangenheit als einer der vietnamesischen Boat-People reisen.

Mit dem Dokumentarfilm „Unsere Eomeoni“ von Regisseurin Su-Jin Song tauchen wir in die Geschichte der Deutsch-Koreaner*innen ein. Fünf junge Berliner*innen, deren Mütter in den späten 1960er Jahren als Krankenschwestern aus dem geteilten Korea ins geteilte Deutschland kamen, gehen der Frage nach der Identität nach: Was bedeutet Identität und Zugehörigkeit? Welche Erfahrungen haben wir mit Diskriminierung und Rassismus gemacht?

Nach den Vorführungen der Filme “XANH” und “Unsere Eomeoni” wird es ein Gespräch mit den Regisseurinnen Thi Dang An Tran und Su-Jin Song geben.

Moderation: Marjan van Harten

Infos zu den Filmen und Regisseurinnen: XANH
Regie: Thi Dang An Tran

Animationsfilm, 12:23 Min., Deutschland, Vietnamesisch mit deutschen UT

In der Küche eines asiatischen Schnellimbisses unterhalten sich Duy Em und ihr Vater Ba über eine diskriminierende Situation. Dabei stellt sie ihrem Vater die Frage, warum er sich nicht gegen rassistische Bemerkungen wehrt. Duy Em hinterfragt die vermeintliche Resignation ihres Vaters und hakt nach. Wie er die Ungerechtigkeit in den vergangenen 40 Jahren wahrgenommen hat, erklärt er ihr in seiner Erinnerung über die Reise als einer der vietnamesischen Boat-People nach Deutschland.

„Xanh“ bedeutet im Vietnamesischen sowohl grün als auch blau und weist auf die Wahl der Perspektive und den daraus resultierenden Kontext hin.

Dang An Tran ist in Gießen geboren, in Köthen, Pirmasens und Homburg aufgewachsen.

Ab 2011 arbeitete sie in der Theater Rampe im Bühnenbild in Stuttgart. Im Zeitraum ihres Industrie-Design Studium an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart entstanden der Film „I m not where you think I am“, welcher den VLOW! Junior Award 2012

gewann, und die Realisation einer Vernissage für Grafikdesigner Niklaus Troxler. Nachdem sie bei Studio Film Bilder an diversen Animationsfilmen, unter anderem „Patchwork Pals“, arbeitete, beschloss sie 2019 ihr Drehbuchstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg anzugehen, in welchem sie bis heute an verschiedenen Projekten als Drehbuchautorin und Regisseurin arbeitet.

Unsere Eomeoni / Our Mother / 우리 어머니
Regie: Su-Jin Song
Dokumentarfilm, 50 Min., Deutschland, Deutsch mit Koreanischen UT
Protagonist:innen: Jan Moeck Il-Kang Na Katti Jisuk Seo Su-Cheong Song Hyun Wanner

Der Dokumentarfilm „Unsere Eomeoni“ (Our Mother) der Regisseurin Su-Jin Song stellt fünf junge Berliner:innen vor, deren Mütter Ende der 1960er Jahre im Rahmen des deutsch-koreanischen Gastarbeiterabkommens aus dem geteilten Korea ins geteilte Deutschland gekommen sind, um als Krankenschwestern in Deutschland zu arbeiten. Alle fünf Protagonist:innen sind in Deutschland geboren und leben heute in Berlin. Sie erzählen die Geschichten ihrer Mütter, die sich in ihren Kindheitserinnerungen widerspiegeln, und beschreiben die Suche nach ihrem unabhängigen, selbstbestimmten Ich als Kinder der Diaspora. „Unsere Eomeoni“ beschäftigt sich somit mit der Frage der postmigrantischen Identität: Was bedeutet „koreanisch sein“ oder „deutsch sein“? Was bedeutet Identität und Zugehörigkeit? Welche Erfahrungen haben wir mit Diskriminierung und Rassismus gemacht? Was bedeutet für uns Vielfalt in einer Gesellschaft? Welchen Einfluss hatte die Herkunft unserer Mütter und ihre Migrationsgeschichte auf unsere Suche nach der Identität? Der Dokumentarfilm zeigt die verschiedenen Perspektiven und persönlichen Geschichten der zweiten Generation Deutsch-Koreaner:innen, der die Regisseurin Su-Jin Song selbst angehört.

“Unsere Eomeoni” wurde als Teil der Sonderausstellung „Beyond the Borders and the Boundaries“ im Seoul Museum of History (Südkorea) ausgestellt und anschließend international aufgeführt.

Su-Jin Song ist Autorin, Regisseurin und Produzentin. Sie versteht sich selbst als deutsch-koreanische Filmemacherin und Mitglied einer neuen Generation postmigrantischer Filmemacher:innen in Deutschland. Sie studierte Film an der IFS Internationale Filmschule Köln mit Schwerpunkt Creative Producing und machte ihren Master in Game Development and Research am Cologne Game Lab/TH Köln. Sie gründete das interdisziplinäre Studio autumn song production und ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Cologne Game Lab tätig.

Eintritt frei.

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus und wurde kuratiert von Su-Jin Song. Sie findet als Kooperation von den Partnerschaften für Demokratie & Vielfalt Altona, der GWA St. Pauli und dem HausDrei statt.

Details

Datum:
13. März
Zeit:
19:00
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
,

Weitere Angaben

Bundesland
Hamburg
Stadt
Hamburg

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Der Veranstaltungskalender dient nur der Bewerbung von Veranstaltungen während und um die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2024.

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