Bitte beachten Sie, dass die geplanten und hier veröffentlichten Präsenzveranstaltungen angesichts der nicht vorhersehbaren Corona-Entwicklung möglicherweise verändert oder verschoben werden müssen. Wir versuchen den Veranstaltungskalender so aktuell wie möglich zu halten.
Mehr Informationen erhalten Sie direkt von den Veranstaltenden.

Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

NS-Zwangsarbeit in Weimar. Eine rassistische Gesellschaftsgeschichte

März 25 @ 18:00 - 19:30

Onlinevortrag (via Zoom) anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Im nationalsozialistischen Weimar mussten Menschen aus fast allen Ländern Europas Zwangsarbeit leisten. Während des Zweiten Weltkrieges kamen rund 4.000 Häftlinge des KZ Buchenwald, über 5.000 zivile Zwangsarbeiter:innen und 1.500 Kriegsgefangene in Weimar zum Einsatz. Sie arbeiteten in rund 300 Weimarer Unternehmen, Handwerksbetrieben, Haushalten oder städtischen Einrichtungen sowie auf Bauernhöfen in der Umgebung. Allein im größten Rüstungsbetrieb der Stadt, dem „Fritz-Sauckel-Werk“ der Wilhelm-Gustloff-Stiftung, waren es mindestens 3.500 zivile Zwangsarbeiter:innen – unter ihnen hunderte Frauen und viele Kinder.

Arbeit und Alltag der Zwangsarbeiter:innen waren einem strengen Regime von Kontrolle und Bestrafung unterworfen, das sich an rassistischen Hierarchien orientierte. Ziel war es, Zwangsarbeiter:innen als Arbeitskräfte auszubeuten. Sie sollten keinesfalls ein Teil der deutschen Gesellschaft werden. Beziehungen zwischen Deutschen und Zwangsarbeiter:innen durfte es nicht geben. Mehr noch: Deutsche sollten sich von Zwangsarbeiter:innen fern halten und sie gemäß rassistischer Ideologie und Praxis schlecht behandeln.

Was zeichnete den Rassismus gegen Zwangsarbeiter:innen aus? Was bedeutete dies für den Weimarer Kriegsalltag? Wie verhielten sich die Weimarer:innen gegenüber Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern? Der Vortrag von Dr. Daniel Logemann, Historiker im entstehenden Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, legt den Rassismus gegen Zwangsarbeiter:innen offen und erläutert die Verhaltensweisen der Bevölkerung Weimars.

Der Vortrag findet online via Zoom statt. Zur Teilnahme folgen Sie diesem link: https://us06web.zoom.us/j/82682129731?pwd=RzVFYVh0V29QUWlCdHZ4Vk54eGxNUT09

Details

Datum:
März 25
Zeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
Webseite:
https://www.buchenwald.de/47/date/2022/03/25/ns-zwangsarbeit-in-weimar-eine-rassistische-gesellschaftsgeschichte/

Veranstalter

Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Telefon:
+49 (0)3643 430 0
E-Mail:
sekretariat@buchenwald.de
Veranstalter-Website anzeigen

Weitere Angaben

Veranstaltungsformat
Online

Veranstaltungsort

Zoom – Onlinevortrag
Weimar, Thüringen Google Karte anzeigen

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Der Veranstaltungskalender dient nur der Bewerbung von Veranstaltungen während und um die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2022.

SPENDEN