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Podiumsdiskussion „Spalten und Sprache und Bildung?“

März 22 @ 17:30 - 19:30

Kostenlos

Theodor Fontane sagte einmal: „Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache, und wir haben sie, um zu sprechen.“
Und wie wichtig es ist, eine gemeinsame Sprache zu sprechen, weiß jeder, der einmal im fremdsprachigen Ausland auf dem Markt war und sich dort mit Händen und Füßen verständig machen musste um einzukaufen.
Und so ist auch der Schlüssel zu einer starken und harmonischen Gesellschaft die gemeinsame Sprache. Sie entscheidet ganz allein, ob Menschen teilhaben und sich integrieren können oder nicht. Die gemeinsame Sprache ist die Grundlage aller Menschen, die in einer Gesellschaft leben.
Wer die Sprache im neuen Land nicht spricht, zieht sich zurück aus der Gesellschaft zu Menschen aus dem gleichen Herkunftsland oder der gleichen Sprache – Stichwort Clanbildung. Mütter bleiben zu Hause in ihrer Parallelwelt und sehen keinen Anlass, ihre Kinder in den Kindergarten zu geben. So wird ein Großteil der Kinder mit Migrationshintergrund mit allenfalls rudimentären Deutschkenntnissen eingeschult, und der Misserfolg ist unvermeidlich.
Eine schlechtere Ausbildung sind die Folgen. So müssen Schüler:innen mit Migrationshintergrund mehr als doppelt so häufig eine Klasse wiederholen wie ihre deutschen Klassenkamerad:innen. In deutschen Großstädten haben ca. 50 % aller Jungen mit Migrationshintergrund keinen Schulabschluss.
Sprache und Bildung sind essenzielle Voraussetzungen für eine fundierte Ausbildung und Berufstätigkeit und damit die Grundlage dafür, ein eigenes Einkommen zu erzielen.
„Spalten uns Sprache und Bildung?“ ist das Thema der Podiumsdiskussion des Beirats für Migration und Integration am Dienstag, 22. März 2022. Prof. Dr. Timm Albers (Erziehungswissenschaftler und Bildungsforscher, Universität Paderborn), Didem Karabulut (stellvertretende Vorsitzende des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats und Vorsitzende des Integrationsrats der Stadt Augsburg), Prof. Dr. Anke Wegner (Germanistin, Universität Trier) und Christina Ijetzi (Juristin, Trier) beantworten Fragen wie: Was kann die Kita, die Schule tun, um Kinder aus Migrantenfamilien von Klein auf Deutsch lernen? Gibt es Möglichkeiten einer zielführenden Unterstützung beim Spracherwerb auch älterer Menschen mit Migrationsgeschichte? Bringt Mehrsprachigkeit eher einen Nach- oder einen Vorteil? Auch die erschwerten Bedingungen während der Corona-Pandemie werden ein Thema sein. Die Moderation übernimmt Dr. Deniz Nergiz, Geschäftsführerin des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats (BZI).
Die Veranstaltung des BeiMi Trier findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

Details

Datum:
März 22
Zeit:
17:30 - 19:30
Eintritt:
Kostenlos
Veranstaltungskategorie:
Webseite:
https://ok54.de/

Weitere Angaben

Veranstaltungsformat
Online

Veranstaltungsort

Digital
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Der Veranstaltungskalender dient nur der Bewerbung von Veranstaltungen während und um die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2022.

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