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Sprache, Demokratie, Diskriminierung mit Prof. Dr. Niehr

März 21 @ 14:30 - 16:00

Von „Flüchtlingswelle“ bis „Überfremdung“ – Sprache erschafft Realität, daher wird im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus folgender Vortrag angeboten:
Betrachten wir den öffentlichen Diskurs der letzten Jahre, dann ist häufig von Verrohung, gesteigerter Aggressivität und einem schlichtweg unangemessenen Ton sowie einer Verschiebung der Grenzen des Sagbaren die Rede. Während vor einigen Jahren noch die Langeweile der politischen Diskussion beklagt wurde – Stichwort: „Zu Zeiten von Brandt, Wehner und Strauß ging es noch lebendiger zu im deutschen Bundestag!“ – wird heute das Gegenteil beklagt: eben ein vollkommen unangemessener Sprachgebrauch in der politischen Kommunikation, der zu Grenzverschiebungen und zu einer Verrohung des öffentlichen Diskurses geführt habe.
Im Vortrag soll gezeigt werden, dass die Grenzüberschreitungen, die wir seit Thilo Sarrazins Bemerkungen zur Migration im öffentlichen Diskurs wahrnehmen können, mit Bedacht begangen werden und dass sie einem Muster folgen. Dieses Muster wird an Beispielen aufgezeigt, um zu verdeutlichen, dass es hier um die Eroberung diskursiver Macht geht, die zu Diskriminierungszwecken verwendet wird.

Prof. Dr. Thomas Niehr – RWTH Aachen Lehr- und Forschungsgebiet Germanistische Sprachwissenschaft
Beiträge im WDR und Deutschlandfunk

Ort: digital
Anmeldung bitte per Mail an Sabrina.Borgstedt@hochsauerlandkreis.de

Veranstaltungsort

ONLINE
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Der Veranstaltungskalender dient nur der Bewerbung von Veranstaltungen während und um die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2022.

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