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Theasterstück „Monolog mit meinem asozialen Großvater“

März 25 @ 18:30 - 20:00

Kostenlos

Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Bernau (b. Berlin) laden wir zu einem besonderen Theaterstück ein. Noch immer ist der Umgang mit Obdachlosen und anderen stigmatisierten Gruppen unserer Gesellschaft von Abwertung geprägt. Das Theaterstück mit anschließendem Publikumsgespräch von und mit Harald Hahn gibt die Möglichkeit gemeinsam zu überlegen, was wir heute in unserer Gesellschaft aktiv gegen Benachteiligung und Ausgrenzung tun können

Das Theaterstück Monolog mit meinem »asozialen« Großvater handelt von der vergessenen Opfergruppe der sogenannten »Asozialen« während der NS-Zeit. Als »asozial« galten den Nationalsozialisten diejenigen, die durch ihre Lebensführung vermeintlich dem »Volkskörper« schadeten. Gemeint waren damit meist: Menschen aus der »Unterschicht«. Arme, Obdachlose, Suchtkranke, Prostituierte, Arbeitslose.

Harald Hahn: „Es ist ja kein Zufall, dass wir uns gerade mit dem Gedenken an diese Opfergruppe so schwer tun – es ist eine logische Folge des Klassismus gegenüber Menschen aus der so genannten Unterschicht. „Asi“ ist nach wie vor eine Beleidigung, es ist politisch salonfähig, von Sozialschmarotzern zu sprechen, und wer arm ist, bleibt arm und ausgegrenzt. Über Generationen hinweg.“

Erst 2020 wurden auch die »Asozialen« vom Bundestag offiziell als Opfer der NS-Diktatur anerkannt. Persönliche Zeugnisse gibt es von ihnen kaum und das Erinnern an sie kann herausfordernd sein.

In einem sehr persönlichen Erzähltheater spricht der Theatermacher und Pädagoge Harald Hahn in einfühlsamen Monologen mit seinem verstorbenen Großvater Anton Knödler, der als sogenannter »asozialer« Häftling in Buchenwald inhaftiert war. Er spricht über das Familiengeheimnis, die Scham und die Zeit in Buchenwald.

Ausgehend von den Monologen schlüpft Harald Hahn in die Rolle eines SS Mannes und verwandelt sich zurück in das Kind, das er einst war. Ein schwäbischer Hausmeister kommentiert das Geschehen und schafft so die Verbindung zwischen Geschichte, Schauspieler und vermeintlich unbeteiligten Zuschauer*innen. Denn die aufgeworfenen Fragen verweigern sich dem rein passiven Konsum – sie wollen und sollen alle Anwesenden mit einbeziehen.
Das Stück dauert etwa 70 Minuten und schließt mit einem etwa 30-minütigen Publikumsgespräch ab.

Veranstaltung am 25.03.22 18:30 Uhr Jugendtreff Dosto, ab 18:00 Uhr Einlass.
Anmeldungen sind dringend erforderlich unter demokratie-leben@hvd-nordbrandenburg.de
Oder https://demokratieleben-bernau.de

Details

Datum:
März 25
Zeit:
18:30 - 20:00
Eintritt:
Kostenlos
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
,
Webseite:
https://eveeno.com/monolog-mit-meinem-asozialen-grossvater

Veranstaltungsort

Jugendtreff Dosto
Breitscheidstraße 43c
Bernau (b. Berlin), 16321
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Weitere Angaben

Veranstaltungsformat
Präsenz

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