Bitte beachten Sie, dass die geplanten und hier veröffentlichten Präsenzveranstaltungen angesichts der nicht vorhersehbaren Corona-Entwicklung möglicherweise verändert oder verschoben werden müssen. Wir versuchen den Veranstaltungskalender so aktuell wie möglich zu halten.
Mehr Informationen erhalten Sie direkt von den Veranstaltenden.

Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Überfällige Antworten und Allianzen gegen den fortwährenden Terror von rechts

März 21 @ 19:00

Am 22. Juli 2016 – auf den Tag genau fünf Jahre nach den grausamen rechtsterroris- tischen Anschlägen von Oslo und Utøya – wurden am Olympia-Einkaufszentrum in München neun Menschen aus rassistischen Gründen ermordet. Trotz der eindeutigen Hinweise auf die rassistische Motivation des Täters rückten die Sicherheitsbehörden zunächst persönliche Motive in den Vordergrund. Das wiederkehrende Narrativ vom „Einzelfall“ und vom (persönlich und psychisch belasteten) „Einzeltäter“ verstellte einmal mehr den Blick auf ideologische Hintergründe und gesellschaftliche Zusammenhänge.

Nur dem gemeinsamen Einsatz der Hinterbliebenen, einer kritischen Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit sowie den von der Stadt München in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Gutachten zum Motiv des Täters ist es zu verdanken, dass das OEZ-Attentat mittlerweile auch offiziell als rechtsextreme bzw. rassistische Mordtat eingeordnet wurde.

Das OEZ-Attentat reiht sich damit ein in eine verheerende Reihe rechtsterroristischer, rassistischer und antisemitischer Gewalt, der in Deutschland seit 1990 – nach Recherchen der Amadeu Antonio Stiftung – mindestens 213 Menschen zum Opfer gefallen sind und die in den vergangenen Jahren mit den Anschlägen von Halle und Hanau sowie dem Mord an Walter Lübcke weitere mörderische Höhepunkte fand.

Trotz der massiven Gefahr und Bedrohung, die von extrem rechten, rassistischen und antisemitischen Ideologien ausgeht, werden die ideologischen, personellen und strukturellen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Taten und Tätern bis heute nur unzureichend wahrgenommen und beleuchtet. Mit der fatalen Folge, dass zwar nach jeder neuen Tat die Überraschung und das Entsetzen groß sind, die politischen und gesellschaftlichen Antworten jedoch oft unzureichend bleiben.

Völlig unsichtbar bleiben zudem häufig die unmittelbaren Opfer und Betroffenen der Mordtaten sowie die Perspektiven, Bedürfnisse und Forderungen all jener, die von der rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Botschaft dieser Taten – auch mittelbar – bedroht und angegriffen werden.

Angehörige der Opfer des OEZ-Attentats in München
Alexander Diepold (Madhouse)
Christina Feist (Betroffene des Attentats in Halle vom 9. Oktober 2019 und Aktivistin)
Armin Kurtović (Angehöriger der Opfer des Attentats in Hanau)

Prof. Dr. Matthias Quent (Gründungsdirektor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena und einer der Gutachter der Landeshauptstadt München zu den Hintergründen des OEZ-Attentats)
Moderation: Prof. Dr. Gabriele Fischer (Hochschule München)

Details

Datum:
März 21
Zeit:
19:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
,
Webseite:
www.muenchen.de/demokratie-live

Weitere Angaben

Veranstaltungsbereich
Städte/Kommunen
Veranstaltungsformat
Online

Veranstaltungsort

München
München, Bayern Deutschland Google Karte anzeigen

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Der Veranstaltungskalender dient nur der Bewerbung von Veranstaltungen während und um die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2022.

SPENDEN