Datum/Zeit
22/03/2021
19:00 - 21:00
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Art der Veranstaltung
Online-Veranstaltung, Präsenz-Veranstaltung, Hybrid-Veranstaltung, Vortrag/Diskussion

Veranstaltungsort
Stadtbibliothek in der Aumühle, Bullachstr. 26, 82256 Fürstenfeldbruck, Bayern

Veranstaltungsbereich
Städte/Kommunen, Vereine (sonstige)

Veranstaltungsthemen
Antisemitismus

Veranstalter
Stadtbibliothek in der Aumühle

Webseite
www.stadtbibliothek-fuerstenfeldbruck.de


Beschreibung

Am 9. Februar 2019 versucht der Rechtsextreme Stephan B. in Halle in die Synagoge einzudringen, um unter den Betenden ein Blutbad anzurichten. Der 9. Februar 2019 ist Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag, die Synagoge war ohne Polizeischutz. Als das nicht gelingt, erschießt er zwei Zufallsopfer. Der Prozess zeigt seine Aktivitäten in rechten Netzwerken und seine Bewunderung der Attentäter von Oslo und Christchurch. Aber wie kommt man dazu, Menschen ermorden zu wollen, die friedlich ihrer Religion nachgehen?

Was bringt Menschen nach diesen Untaten und dem Holocaust dazu, wieder eine jüdischen Weltverschwörung herbeizufantasieren und den Wortführern rechter Gewalt in den sozialen Netzwerken zu folgen? Gleichzeitig fühlen sich einzelne als Nachfolger von Sophie Scholl oder Anne Frank, nur weil sie öffentlich gegen Maskenpflicht und pandemiebedingte Einschränkungen protestieren.

Die beiden Referenten gehen ein auf die jahrhundertealten Vorurteile und stellen die Zuweisungen und Ängste in den politischen Zusammenhang. Warum folgt auf die Befürchtung, einige wenige Superreiche leiteten im Verborgenen die Weltgeschicke, nicht die Erkenntnis, dass vielleicht das ökonomische System Kapitalismus die Bedrohung darstellt und nicht eine Religionsgemeinschaft.

Prof. Dr. Juliane Sagebiel ist im Vorstand von chaverim e.V., dem Freundeskreis des liberalen Judentums und der jüdischen Gemeinde Beth Shalom; bis 2020 war sie Professorin für Soziale Arbeit und stellvertretende Frauenbeauftragte der Hochschule München.

Prof. Dr. Klaus Weber ist Mitglied bei chaverim e.V. und Professor für Psychologie an der Hochschule München; er forscht seit über 30 Jahren zu den Themen Faschismus und Rassismus. Bereits im November referierte er in der Stadtbibliothek zum Thema „Wie wird ein Mensch Rassist?“

Kooperationsveranstaltung mit Sozialforum Amper, Eine-Welt-Zentrum FFB e.V. sowie dem Bündnis „FFB ist bunt – nicht braun“
im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Die Veranstaltung findet entweder live vor Ort statt oder digital per Zoom.

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich per Mail: stadtbibliothek@fuerstenfeldbruck.de

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