Pressemitteilung der Stiftung gegen Rassismus

23. Mai: Das Grundgesetz feiern!

Darmstadt, den 18. Mai 2026

Bundesweite Feste für Menschenwürde und Demokratie

In einer Zeit, in der Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlicher Zusammenhalt zunehmend unter Druck geraten, wird das Grundgesetz am 23. Mai 2026 erstmals bundesweit mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Das Grundgesetz steht für Menschenwürde, Demokratie und Freiheit. Es schützt Menschen vor Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Im Mittelpunkt vieler Veranstaltungen steht Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Der Tag des Grundgesetzes zeigt, was unsere Gesellschaft zusammenhält: das gemeinsame Eintreten für Demokratie, Freiheit und Menschenwürde.

Der 23. Mai als Tag der Verkündigung des Grundgesetzes wurde bisher gesellschaftlich wenig beachtet. Das ändert sich jetzt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Tag als „Ehrentag“ ausgerufen. Bundesweit engagieren sich Vereine, Schulen, Kirchen, Kommunen, Kulturinitiativen und zivilgesellschaftliche Organisationen für ein sichtbares Zeichen der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

 „Die Werte des Grundgesetzes sind ernsthaft gefährdet. Umso wichtiger ist es, dass viele Menschen den 23. Mai gemeinsam zu einem Fest für Menschenwürde und Demokratie machen“, erklärt Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung gegen Rassismus.

Bereits in dieser Woche beginnen erste Aktivitäten. Das Münchner Straßen-Magazin BISS widmet seine Mai-Ausgabe dem Grundgesetz und beleuchtet dessen Bedeutung für arme und obdachlose Menschen, für queere Personen, die Pressefreiheit sowie religiös und politisch Verfolgte. Schulen beschäftigen sich in Projekten und Unterrichtseinheiten mit einzelnen Artikeln des Grundgesetzes.

Am Samstag, dem 23. Mai 2026, finden bundesweit vielfältige Veranstaltungen statt. Die OMAS GEGEN RECHTS veranstalten in München eine Grundgesetz-Parade. Auf dem Frankfurter Paulsplatz wird ein großes Demokratiefest gefeiert. Im Theater der Lutherstadt Eisleben spricht Ministerpräsident Sven Schulze zum Thema „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Anschließend wird das Musical Cabaret aufgeführt, das Antisemitismus und den Aufstieg des Nationalsozialismus thematisiert. 

Veranstaltungskalender zum Tag des Grundgesetzes wurden unter anderem von der Stiftung gegen Rassismus, der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt sowie dem Bündnis „Zusammen für Demokratie“ eingerichtet, um die zahlreichen Aktivitäten sichtbar zu machen.

Die Projektreferentin Halima Gutale koordiniert bei der Stiftung gegen Rassismus die Aktivitäten und betont: „Am 23. Mai feiern und schützen wir gemeinsam die Grundlagen unseres demokratischen Zusammenlebens.“

Die Stiftung gegen Rassismus ruft Medien, Kommunen, Schulen, Vereine und zivilgesellschaftliche Initiativen dazu auf, den 23. Mai als Tag der Demokratie und Menschenwürde sichtbar zu machen und über die vielfältigen Veranstaltungen zu berichten.

Weitere Auskünfte erteilen: Halima Gutale und Jürgen Micksch, Stiftung gegen Rassismus, Tel. 06151 339195, hg@stiftung-gegen-rassismus.de.
Goebelstraße. 21a, 64293 Darmstadt

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