Planungstagung zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2027
24. September 2026
Bei der Planungstagung der Stiftung gegen Rassismus am 21. September 2026 in der Katholischen Akademie Mainz standen die Auswertung der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 und die Planungen für 2027 im Mittelpunkt. Gemeinsam wurde darüber beraten, wie das Engagement für Menschenwürde, gegen Rassismus und Rechtsextremismus angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen gestärkt werden kann.
Ferda Ataman, die Antidiskriminierungsbeauftragte der Bundesregierung, betonte die besondere Bedeutung der Arbeit vor Ort und ermutigte die Aktiven, ihre Erfahrungen und Forderungen stärker in die Kommunen, Länder und den Bund zu tragen. Veranstaltungen und Aktionen können dazu beitragen, gesellschaftliche Anliegen sichtbar zu machen und politische Impulse zu setzen.
Einen besonderen Einblick gab es in die Arbeit von „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“, das seit vielen Jahren kontinuierlich und erfolgreich die Bildungswochen gegen Rassismus in Halle organisiert. Das Beispiel zeigte eindrücklich, wie wichtig langfristige lokale Strukturen und verlässliche Bündnisse für die Arbeit gegen Rassismus sind.
In den Arbeitsgruppen wurden verschiedene Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit diskutiert, darunter der Tag des Grundgesetzes, gemeinsame Aktionstage für die Menschenwürde, Visionen für eine rassismuskritische Zukunft und der Umgang mit dem sogenannten Neutralitätsgebot, das für Vereine nicht gilt. Ein wichtiges Anliegen war, neben der Kritik an aktuellen Entwicklungen auch positive Zukunftsbilder und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Auch die Finanzierung und langfristige Absicherung der zivilgesellschaftlichen Arbeit wurden als zentrale Herausforderungen benannt. Angesichts möglicher Kürzungen wurde dafür geworben, bestehende Strukturen zu erhalten und neue Fördermöglichkeiten zu erschließen; hierzu gab es auch einen Kurzbeitrag der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE).
Mit Blick auf Sachsen-Anhalt wurde deutlich, dass gerade angesichts der politischen Situation die Unterstützung und Vernetzung der demokratischen Zivilgesellschaft wichtig bleibt. Zugleich wurde auf die Herausforderungen für Menschen mit Migrationsgeschichte und auf Diskriminierungserfahrungen hingewiesen. Im Schlusswort aus dem Referat Integration des Sozialministeriums Sachsen-Anhalt wurde dazu ermutigt, das Land und die dort engagierten Menschen weiterhin zu unterstützen und bestehende Netzwerke auszubauen.
Zum Abschluss wurde zur Auftaktveranstaltung der Internationalen Wochen gegen Rassismus im März 2027 nach Magdeburg eingeladen. Die Planungstagung gab damit wichtige Impulse für die weitere gemeinsame Arbeit unter dem Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2027 „100% Menschenwürde. Zukunft bunt gestalten“. Die nächste Planungstagung wird am 20. September 2027 mit der Katholischen Akademie in Mainz stattfinden.
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Programmheft der Planungstagung 2027 (.pdf, 883,59 KB)
DownloadPräsentation Rückblick 2026 und Ausblick 2027 Schuster (.pdf, 16,05 MB)
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