Pressemitteilung der Stiftung gegen Rassismus
Tag des Grundgesetzes
Darmstadt, den 05. Juni 2026
Tags: Grundgesetz
Erfolgreicher bundesweiter Auftakt
Erstmals fanden in diesem Jahr bundesweit vielfältige Aktivitäten zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai statt. Während dieser Tag bisher wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhielt, zeigt die Resonanz, dass der Tag des Grundgesetzes an gesellschaftlicher und demokratischer Beachtung gewinnt.
In der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Situation erhält das Grundgesetz eine herausragende Bedeutung. Denn unsere Verfassung steht für Menschenwürde, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus.
Die Werte des Grundgesetzes stehen aktuell unter Druck. Bei den Feiern des Grundgesetzes stehen Werte des Grundgesetzes im Mittelpunkt, die entscheidend zum erfolgreichen Aufbau der Bundesrepublik nach der nationalsozialistischen Katastrophe beigetragen haben.
Vor einem Jahr am 4. Juni 2025 beriet der neu konstituierte Arbeitskreis Pro Menschenwürde der Stiftung gegen Rassismus in Frankfurt/M. mit Teilnehmenden aus Wissenschaft, Unternehmen, Medien, Religionsgemeinschaften, sozialen Einrichtungen und Menschenrechtsorganisationen über die Frage, was für eine bessere Stimmung im Lande beitragen kann. Der Vorschlag fand breite Zustimmung, den Tag des Grundgesetzes künftig mit dem Motto „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ bundesweit zu feiern. Zeitgleich rief der Bundespräsident den 23. Mai 2026 erstmals zum Ehrentag aus.
Unterstützt werden diese Initiativen vom Deutschen Städtetag, dem Deutsche Städte- und Gemeindebund, dem Interreligiösen Rat, der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, dem Bündnis Zusammen für Demokratie, den OMAS GEGEN RECHTS, Pro Asyl und anderen.
„Wir sind begeistert, wie breit dieser Impuls aufgenommen wurde. Bundesweit zählten wir insgesamt über 100 vielfältige Veranstaltungen und hunderte Aktivitäten zum Ehrentag. Erfolgreich wurde der Tag auch in ländlichen Kommunen und in sozialen Medien aufgegriffen. Der Arbeitskreis Pro Menschenwürde dankt den vielen Aktiven für das Engagement und hofft, dass sich der 23. Mai dauerhaft zu einem bundesweiten Tag für Menschenwürde und Demokratie weiterentwickelt“ – so Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung gegen Rassismus.
Für das Jahr 2027 empfiehlt der Arbeitskreis Pro Menschenwürde erneut das Motto „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, das bei vielen Veranstaltungen aufgriffen wurde. Aktivitäten werden für die Zeit um den 23. Mai 2027 vorgeschlagen. Da der Tag auf einen Sonntag fällt können Kirchen und Religionsgemeinschaften die Werte von Menschenwürde und Demokratie bei religiösen Feiern besonders sichtbar aufgreifen.
Schulen können einzelne Artikel des Grundgesetzes behandeln. Gesellschaftliche Gruppen können Artikel ins Bewusstsein heben, die für Behinderte, Journalisten, Geflüchtete und andere von besonderer Bedeutung sind.
Die Stiftung gegen Rassismus wird wieder Plakate, Flyer und eine Broschüre erarbeiten. „Wir freuen uns über Anregungen und hoffen, dass der Tag des Grundgesetzes auch im kommenden Jahr Menschen zusammenführt und Raum für Beteiligung, Begegnung und gemeinsame Auseinandersetzung mit den Werten des Grundgesetzes schafft“ – das betont die Projektreferentin Halima Gutale.
Weitere Auskünfte erteilen Halima Gutale und Jürgen Micksch, Stiftung gegen Rassismus, Darmstadt, Mail: hg@stiftung-gegen-rassismus.de und Tel. 06151-33 91 95, Goebelstr.21a, 64293 Darmstadt