23. Mai: Das Grundgesetz feiern!

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verkündet – als Antwort auf die Verbrechen der NS-Diktatur und als Fundament für eine demokratische, freie und solidarische Gesellschaft. Doch dieser Tag wird bis heute viel zu wenig wahrgenommen, während gleichzeitig die Werte der Verfassung in alarmierender Gefahr sind. Das wollen wir ändern.

Mit der Initiative „23. Mai: Das Grundgesetz feiern!“ lädt die Stiftung gegen Rassismus gemeinsam mit einem breiten Bündnis bundesweit dazu ein, den Tag sowie die Werte und Rechte des Grundgesetzes sichtbar, lebendig und gemeinsam zu feiern – überall in Deutschland, dezentral und offen für alle.

Machen Sie mit! Planen Sie eine Aktion! Spenden Sie! Unterstützen Sie Demokratie und Menschenwürde!

Alle Interessierten laden wir herzlich zu einer ersten digitalen Informations- und Austauschveranstaltung am Mittwoch, 4. März, 17-18.30 Uhr ein! Anmeldungen bitte an mw@stiftung-gegen-rassismus.de

NEU ERSCHIENEN! Informationen, Beiträge, Materialien, Anregungen und vielfältige Stimmen rund um den 23. Mai finden Sie in unserer neuen Broschüre. Zum Download unter Materialien oder zur Bestellung in unserem Shop. Seien Sie gespannt!

Finanzielle Unterstützung für Ihre Aktion können Sie hier beantragen! Aktionsförderprogramm - Der Ehrentag. Für dich. Für uns. Für alle.

Célia Šašić – DFB Vizepräsidentin Diversität und Gleichstellung

Die Gründerväter und -mütter haben Weisheit und Weitsicht bewiesen, ihnen ist Großes gelungen. Seit 1949 ist das Grundgesetz die Grundlage für ein Leben in Freiheit und Sicherheit. Es schützt die Würde jedes Menschen, ist das Fundament unseres regelbasierten Zusammenlebens, unserer Demokratie. Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht, seine Meinung öffentlich zu sagen. Jeder Mensch darf lieben, wen er will. Jeder Mensch darf glauben, woran er möchte. Das Grundgesetz ist blind für Geschlecht, Religion und Herkunft, es hat also Vielfalt als Ziel. Unser Land lebt von Offenheit und Respekt. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass diese Werte im Alltag Wirklichkeit bleiben. Lassen Sie unser Grundgesetz mit Leben füllen.

Halima Gutale – Vorstandssprecherin der Stiftung gegen Rassismus

Als unbegleitete minderjährige Geflüchtete kam ich ohne Schutz nach Deutschland. Das Grundgesetz war der erste Ort, an dem meine Würde nicht verhandelt wurde. Es gewährte mir Sicherheit – nicht aus Mitleid, sondern weil Recht stärker sein muss als Herkunft. Aus dieser Sicherheit wuchsen Teilhabe und Verantwortung. Heute setze ich mich aktiv für Demokratie und Menschenrechte ein. Wer erfahren hat, dass das Grundgesetz Leben schützen kann, weiß, dass auch wir es schützen müssen – gerade jetzt.

Fran Vukašić – Bundesfreiwilligendienstler bei der Stiftung gegen Rassismus

Teilhabe, Freiheit, Vielfalt und Mitbestimmung ist das, was das Grundgesetz für mich so bedeutsam macht. Fest verankerte Gesetze ermöglichen es mir selber am demokratischen Leben teilnehmen zu können und meine Meinung frei äußern und einbringen zu dürfen. Auch die Vielfalt – welche durch das Grundgesetz ermöglicht und geschützt wird – gestaltet von Grund auf mein Leben und meine Umgebungen – sei es in der Musik, meinen Freund:innen oder einfach an meinem Arbeitsplatz, an welchem ich zahlreichen Kulturen begegnen darf. Ein Leben ohne diese Teilhabe, ohne diese Vielfalt und ohne die existierende Demokratie ist für mich unvorstellbar. Allerdings bin ich der Überzeugung, dass es in der bestehenden Demokratie und in der deutschen Verfassung Weiterentwicklung braucht, um der Zeit gerecht zu bleiben. Ansonsten sehe ich den Rechtsextremismus als klare Gefahr für das vielfältige, selbstbestimmte und partizipative Leben an. Ich hoffe, dass Jugendliche und Kinder in der Zukunft – genauso wie ich – mit Menschen aus aller Welt aufwachsen dürfen und mit ihnen eine gemeinsame Jugend teilen können.

Karl-Heinz Banse – Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes

Ohne Ansehen der Person – so retten, löschen, bergen und schützen die 1,4 Millionen Feuerwehrangehörigen in Deutschland seit Beginn des vornehmlich ehrenamtlich ausgeübten Engagements. Auch heute gilt die Freiwillige Feuerwehr als Keimzelle einer freiheitlich demokratischen Grundordnung und wird als wesentlicher Baustein unserer gesellschaftlichen Strukturen betrachtet. Die Feuerwehren nehmen als Teil der Exekutive staatliche Auf gaben wahr und stehen dabei fest auf dem Boden des Grundgesetzes.

Christiane Benner – Erste Vorsitzende der IG Metall

Das Grundgesetz ist das Fundament unserer Demokratie in Betrieb und Gesellschaft. Artikel 9 garantiert die Koalitionsfreiheit: das Recht, sich als Arbeitnehmer:innen in Gewerkschaften zusammenzuschließen, um die eigene Lebens und Arbeitswelt mitzugestalten. Der Schutz des Einzelnen vor Diskriminierung ist dabei eine zentrale Aufgabe der Demokratie im Betrieb. Es liegt an uns, unsere Grundrechte jeden Tag aufs Neue mit Leben zu füllen und Mitstreiter:innen für die Demokratie zu gewinnen.

Dr. Yaşar Bilgin – Vorsitzender der TürkischDeutschen Gesundheitsstiftung

Das Grundgesetz entstand nach dem Zweiten Weltkrieg und beruht auf den Erfahrungen dieser Zeit. Es stellt die Würde des Menschen in den Mittelpunkt und bildet die Grundlage für ein friedliches und gerechtes Zusammen leben. Wenn alle Menschen, Parteien und Institutionen die Werte des Grundgesetzes achten und zu ihren eigenen machen, wird eine stabile und freie Gesellschaft entstehen, von der wir alle profitieren und ihre Vorteile genießen.

Bischöfin Kirsten Fehrs – Vorsitzende des Rates der EKD

Das Grundgesetz hat seine Mitte in der von Gott geschenkten Würde jedes Menschen. Ich bewundere die Väter und Mütter unserer Verfassung, die genau dies damals nach Krieg, NS-Diktatur und Holocaust so klar aufgeschrieben haben. Insofern ist und bleibt das Grundgesetz ein kostbares Geschenk. Wo heute Hass laut wird und Menschen abgewertet werden, erinnert es uns an das, was uns trägt – und daran, dieses Fundament unseres Zusammenlebens zu schützen.

Gady Gronich – Generalsekretär der orthodoxen Europäischen Rabbinerkonferenz

Für jüdische Gemeinden in Europa ist das Grundgesetz mehr als ein historisches Dokument – es ist ein Schutzversprechen. Mehr als 75 Jahre nach seinem Inkrafttreten erinnert es daran, dass Menschen würde, Religionsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit niemals selbstverständlich sind. In Zeiten wachsenden Antisemitismus und zunehmender Angriffe auf demokratische Institutionen braucht es eine Wiederbelebung dieser Grundsätze. Der Schutz von Rechtsgütern und eine wehrhafte Demokratie sind Voraussetzungen für Freiheit und Sicherheit aller Minderheiten.

Christian Kirk – CEO Unternehmensgruppe Kirk AG

»Die Würde des Menschen ist unantastbar« – das ist der erste und wichtigste Artikel unseres Grundgesetzes. Er ist das Fundament unserer Gesellschaft und zentraler Mittelpunkt meines privaten und beruflichen Lebens. Er bedeutet zugleich Respekt gegenüber jedem Menschen, ohne Beurteilung seiner Herkunft, seiner Religion, seiner politischen Ausrichtung oder seiner persönlichen Überzeugung. Er bedeutet aber auch, dass dieser Respekt auf Gegenseitigkeit beruht. Gerade für mich als Unternehmer ist das Grundgesetz die Basis für eine solide und nachhaltige Planung meiner Unternehmen. Eine Planung nicht nur für das »Hier und Jetzt«, sondern auch eine Planung für die Zukunft und die Generationen, die unsere Unternehmensgruppe in der Zukunft fortführen. Unser Grundgesetz gilt es daher zu verteidigen, gegen jedwede Unterwanderungen, Aufweichungen oder ideologischen Auslegungen. Unser Grundgesetz ist die Basis unseres Zusammenlebens und ein Garant für das Fortbestehen unserer demokratischen Gesellschaft.

Helen Rezene – Geschäftsführung von PRO ASYL

Das Grundgesetz ist das Fundament unserer offenen, demokratischen Gesellschaft. »Die Würde des Menschen ist unantastbar.« Staat und Gesellschaft müssen diesen Grundsatz unter allen Umständen achten. Dieses uneingeschränkte Bekenntnis zu den Menschenrechten ist eine zentrale zivilisatorische Antwort auf die Barbarei. Das Grundgesetz macht die Würde jedes Menschen zur verbindlichen Grenze gegen Hass, Willkür und Ausgrenzung. Es gewährt das Recht auf Schutz und gleiche Würde – für alle, die hier leben und hier Asyl suchen. Deshalb: Wir feiern das Grundgesetz, leben seine Werte und verteidigen sie – jeden Tag.

Dotschy Reinhardt – Stellvertretende Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma

Das Grundgesetz ist die Handlungsanweisung für Politik und Gesellschaft, um unseren Rechtsstaat und seine demokratischen Werte aufrechtzuerhalten. Diese Werte schützen und garantieren die Menschen würde jeder Person.
Demokratisch gewählte Rechts radikale verbreiten jedoch eine menschenfeindliche Stimmung gegen Minderheiten und Menschen, die nicht in das nationalistische Narrativ von Neo- und Altnazis passen. Sie nutzen das im Grundgesetz verankerte Freiheitsrecht aus, um zu hetzen, zu spalten und sich sogar in unsere Parlamente wählen zu lassen. Das Grundgesetz muss sich diesen Herausforderungen stellen. Es darf nicht sein, dass in Deutschland heute wieder der Schutz und die Freiheit von Minderheiten auf dem Spiel steht.
Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma begrüßt daher die am Freitag, dem 26. September 2025, auf Initiative der Länder Schleswig Holstein, Brandenburg und Sachsen verabschiedete Entschließung des Bundesrates, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, die nationalen Minderheiten der deutschen Sinti und Roma, Dänen, Friesen und Sorben durch die Aufnahme in das Grundgesetz zu schützen.
In einer Zeit des Umbruchs in Deutschland, in der nationalistische und rechte Parteien Minderheiten wieder zu Sündenböcken machen und dabei mit Hetze, Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus arbeiten, wäre dies ein Zeichen der historischen Verantwortung. Eine wehrhafte Demokratie muss sich diesen menschenfeindlichen Bestrebungen entschlossen entgegenstellen.

Jutta Shaikh – 2. Vorstandsvorsitzende von Omas gegen Rechts Deutschland e.V.

»Die Würde des Menschen ist unantastbar« (Art. 1 GG) und »Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich« (Art. 3 GG) – Diese Bestimmun gen unseres Grundgesetzes sind grundlegend für den Schutz der Menschenrechte in Deutschland. Sie sind die rechtliche Garantie für ein »Nie Wieder«, für eine demokratische Freiheit. Sie sind zugleich unser oberster Wertekompass als OMAS GEGEN RECHTS. Seit acht Jahren engagieren wir uns mit vielfältigen Aktionen – auf der Straße, in Schulen, überall in der Öffentlichkeit , um diese Werte vor dem völkischen, demokratiezerstörenden Gedankengut rechtsextremer Organisationen zu schützen. Wir treten ein gegen Hass und Hetze, denn Worte sind geistige Brandstifter – und allzu oft führen sie zu realer Gewalt. Deshalb lassen wir Parolen, die die Würde von Menschen missachten, niemals unwidersprochen. Wir engagieren uns, damit unsere Enkel nie wieder die Folgen einer Diktatur, eines Unrechtregimes erleben müssen, sondern weiterhin in einer freiheitlichen, rechtsstaatlichen Demokratie leben können.

Khushwant Singh – Gründer des Rates der Sikhi

Sikhi sieht die Menschheit als eine Familie. Gerade wer sich seiner Verantwortung als beseelter Mensch vor dem Göttlichen bewusst ist, achtet unabhängig vom Hintergrund die Würde und Persönlichkeit aller. Die Freiheit verantwortungsvoller Meinungsäußerung und Religionsausübung zu stärken und zugleich Diskriminierung, Hass und Spaltung zu schwächen, stehen gleicher maßen im Herzen des Grundgesetzes sowie einer achtsamen und reflektierten Lebens weise. Beides schafft die Grundlage für ein vereintes, friedliches und erfolgreiches Europa.

Prof. Dr. Ulrich Wagner – Universität Marburg

Das Grundgesetz hat wesentlich dazu bei getragen, Deutschland als demokratisches Land voranzubringen. Das Grundgesetz formuliert Verfassungsgrundsätze, um die wir in der Welt beneidet werden. Allerdings müssen Verfassungen auch weiterentwickelt und ihrer Zeit angepasst werden. Die Erfolgsgeschichte dieses Landes und seiner Verfassung wurde ganz wesentlich von denen mitgetragen, die neu hinzugekommen sind. Ich wünsche mir, dass es gelingt, das Grundgesetz so an die Entwicklung in Deutschland anzupassen, dass auch Menschen, die neu hinzukommen oder hin zukommen wollen, mit ihren Wünschen und Bedürfnissen stärker einbezogen werden.

Über das Projekt

Das Grundgesetz ist mehr als ein juristisches Dokument. Es ist ein Leuchtturm – entstanden aus den Erfahrungen von Krieg, Diktatur und Menschenverachtung.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ (Artikel 1 des Grundgesetzes)
Dieses Versprechen gilt für alle Menschen, die in Deutschland leben. Doch Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Queerfeindlichkeit und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verletzen dieses Fundament immer wieder – im Alltag, in politischen Debatten und durch Gewalt. Gerade deshalb braucht es Orte, Zeiten und Anlässe, an denen alle, die in einem freien und demokratischen Land leben wollen, gemeinsam:
- Menschen zusammenbringen,
- demokratische Werte sichtbar machen
- und eine menschenwürdige und lebenswerte Zukunft gestalten.
Der 23. Mai ist dafür ein idealer Tag.

Die Initiative „23. Mai: Das Grundgesetz feiern!“
Ein bundesweiter Aktionstag, initiiert durch den von Jürgen Micksch moderierten Arbeitskreis „Pro Menschenwürde“ der Stiftung gegen Rassismus, mit dem Ziel, den Geburtstag des Grundgesetzes dauerhaft als Tag der Menschenwürde, Demokratie und Vielfalt zu etablieren. Im Mittelpunkt steht das Feiern des Grundgesetzes, das aktive Eintreten für demokratische Werte und die Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements.
Der Bundespräsident hat den 23. Mai als bundesweiten Ehrentag ausgerufen, um demokratisches Engagement zu würdigen, und unterstützt die Initiative. Das Projekt der Stiftung gegen Rassismus ergänzt den Ehrentag bewusst:
- mit einem klaren inhaltlichen Fokus auf Menschenwürde (Art. 1 GG),
- mit einer expliziten Haltung gegen Rassismus, Rechtsextremismus und sonstige gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit,
- mit konkreten Inhalten, Materialien und Beratung,
- mit zentralen Veranstaltungen
- und dem Ziel, insbesondere auch kleinere Kommunen und ländliche Räume zu stärken.

Mitmachen, unterstützen, sichtbar werden!
Ob mit einer eigenen Aktion, einer Spende oder einem eigenen Aufruf. Machen Sie mit!
Antworten auf alle weiteren Fragen – etwa zur Teilnahme, zur Planung eigener Aktionen, zu Nutzung der Materialien, zu Terminen und Unterstützungsangeboten – finden Sie im FAQ-Bereich.

Mitmachen!

Feiern Sie und setzen Sie ein Zeichen in Ihrem Ort, Ihrem Verein, Ihrer Schule oder Ihrem Umfeld. Ob Lesung, Picknick, Gespräch oder Konzert − jeder Beitrag ist am 23. Mai willkommen. Vor Ort wissen die Menschen am besten, was an solch einem Tag sinnvoll und möglich ist. Organisieren Sie oder besuchen Sie eine Aktion, ob groß oder klein. Hauptsache: Sie machen mit. Demokratie lebt von allen.

Antworten auf fast alle Fragen, finden Sie in den FAQs. Anregungen, Informationen und Materialien finden Sie ebenfalls in der Broschüre "23. Mai: Das Grundgesetz feiern".
WICHTIG: Tragen Sie Aktionen in unseren Veranstaltungskalender ein, teilen Sie uns Erfahrungen, Fotos und Berichte mit – so entsteht eine bundesweite Bewegung, die Mut macht und verbindet.

FAQs

Jedes Jahr am 23. Mai und in der Woche davor
Bundesweit – überall dort, wo Menschen sich engagieren

Das Projekt findet dezentral statt: in Städten und Gemeinden, in Dörfern und ländlichen Regionen, in Schulen, Vereinen, Religionsgemeinschaften, auf öffentlichen Plätzen, in Kultur- und Sportstätten, in privaten, öffentlichen und beruflichen Räumen, analog und digital. Jede Aktion ist Teil einer bundesweiten Bewegung.

Alle - ob Kommunen und Verwaltungen, Initiativen, Vereine und NGOs, Schulen, Kitas und Hochschulen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, Sport- und Kulturakteur:innen, Gewerkschaften und Unternehmen, Medien oder Einzelpersonen.

Es geht auch ohne Budget, Vorerfahrung und mit wenig Zeit
Ob kleines Gespräch in der Mittagspause, großes Fest oder kreative Aktion – jede Beteiligung zählt. Der Aktionstag lebt von der Vielfalt der Beteiligten und den unterschiedlichen Formen des Engagements.

Es gibt viele Wege, sich zu beteiligen:

1. Überlegen und planen Sie eine Aktion. Anregungen und Impulse finden Sie auf unserer Webseite.
2. Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen.
3. Nehmen Sie an unseren Informations- und Vernetzungsveranstaltungen teil. Termine finden Sie in Kürze hier.
4. Tragen Sie Ihre Aktion in unseren Veranstaltungskalender ein.
5. Machen Sie Ihre Aktion sichtbar.
6. Nutzen Sie gerne unsere Materialien und Aktionspakete. Diese finden Sie hier und in Kürze in unserem Shop.
7. Führen Sie ihre Aktion am 23. Mai oder in der Woche davor durch.
8. Dokumentieren Sie Ihre Aktion (Fotos, Filme, Erfahrungen von Teilnehmenden, Berichte)
9. Senden Sie uns ihre Fotos, Filme, Erfahrungen, ... per E-Mail zu.
9. Inspirieren Sie andere ebenfalls mitzumachen.

Alles ist möglich – unabhängig von Größe, Zeit, Budget, Kapazitäten oder Erfahrung. Ob groß oder klein, laut oder leise. Vor Ort wissen die Menschen am besten, was an solch einem Tag sinnvoll und möglich ist.

Hier einige Anregungen:
● Würdevolle Mittagspause mit Gesprächen über einzelne Artikel
● Bürgerfeste mit Vorträgen, Musik und Tanz
● Demonstrationen für das Grundgesetz zum Motto »Die Würde des Menschen ist unantastbar«
● Momente der Menschenwürde filmen und posten
● Einbürgerungen können insbesondere an diesem Tag erfolgen
● Auszeichnung von Persönlichkeiten, die sich für die Werte des Grundgesetzes besonders engagieren
● Diskussionsveranstaltungen zum Grundgesetz und einzelnen Artikeln wie § 1 »Die Würde des Menschen ist unantastbar«, § 3 »Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich«, § 16 »Politisch Verfolgte genießen Asylrecht«, zum Grundgesetz und Extremismus und zur Kritik am Grundgesetz
● Theateraufführungen
● Lesungen zum Grundgesetz
● Plakataktionen in Geschäften und auf Straßen
● Schulen, Bibliotheken, etc. können Unterrichtseinheiten dem Tag widmen oder Aktionen durchführen
● Kindern aus würdevollen Büchern vorlesen
●Ausstellungen zur Geschichte des Grundgesetzes und einzelnen Artikeln
● Veranstaltungen, die auf den Beitrag von Einwandernden für die Ausgestaltung des Grundgesetzes hinweisen
● Kreative Interventionen im Öffentlichen Raum z.B.: mit bunter Kreide ihre Lieblingswerte auf die Straße schreiben
● Medien können den Tag in den Mittelpunkt ihrer Beiträge stellen
● Konzerte, Sportveranstaltungen, religiöse Feiern und vieles mehr

Weitere Anregungen finden sich in den »Impulsen« für die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Bitte tragen Sie Ihre Aktivitäten in den Veranstaltungskalender ein oder melden Sie diese der Stiftung gegen Rassismus, damit sie ausgewertet und bekannt gemacht werden können.

Die Stiftung begleitet und unterstützt Teilnehmende bundesweit:

Materialien
-
Werbematerialien (Plakate, Flyer, Textbausteine, …) zur Verwendung
- Argumentationshilfen und Diskussionsimpulse
- Informationsmaterialien, Anregungen und Best Practice Beispiele zugeschnitten auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche
- Aktionspakete

Beratung, Begleitung und Vernetzung
-
Informationsveranstaltungen
- Unterstützung bei der Aktionsplanung
- Beratung für Kommunen, Initiativen und Ehrenamtliche
- Vernetzung mit anderen Akteur:innen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media
-
bundesweite Sichtbarkeit des Aktionstags
- Unterstützung bei Pressearbeit
- Social-Media-Paket zur freien Nutzung

Auswertung und Dokumentation
-
Bündelung von Veranstaltungen
- Dokumentation und Auswertung aller Aktivitäten
- Interessensvertretung

Damit der 23. Mai langfristig als bundesweiter Aktionstag wachsen kann, ist das Projekt auf Spenden und Förderungen angewiesen.

Ihre Unterstützung ermöglicht:
- Koordination und Beratung bundesweit
- Entwicklung und Bereitstellung von Materialien
- Öffentlichkeitsarbeit und Sichtbarkeit

Spenden heißt: Demokratie stärken – konkret, sichtbar und vor Ort.

Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis setzt sich dafür ein, den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai bundesweit mit vielfältigen Aktionen sichtbar zu machen und zu feiern. Unterstützung erhält die Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der den 23. Mai als Ehrentag des Grundgesetzes würdigt.
Die Initiative wird von der Stiftung gegen Rassismus umgesetzt und gemeinsam mit starken Partner:innen weiterentwickelt.

Der Arbeitskreis „Pro Menschenwürde“, in dem Persönlichkeiten und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Kommunen, Religionen, Kultur, Wirtschaft und Engagementarbeit zusammenarbeiten, begleitet das Projekt inhaltlich und strategisch. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven einzubringen und die gesellschaftliche Breite der Initiative zu sichern.
Organisatorisch ist das Projekt bei der Stiftung gegen Rassismus verankert. Vorstand und Gremien der Stiftung verantworten die strategische Ausrichtung, Transparenz und Weiterentwicklung der Initiative.

Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), die Medien-Gruppe Kirk AG, Omas gegen Rechts Deutschland e.V., PRO ASYL und die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung.

Gefördert durch

Kontakt

Meike Weber

Projekt Das Grundgesetz feiern