23. Mai: Das Grundgesetz feiern!
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verkündet – als Antwort auf die Verbrechen der NS-Diktatur und als Fundament für eine demokratische, freie und solidarische Gesellschaft. Doch dieser Tag wird bis heute viel zu wenig wahrgenommen, während gleichzeitig die Werte der Verfassung in alarmierender Gefahr sind. Das wollen wir ändern.
Mit der Initiative „23. Mai: Das Grundgesetz feiern!“ lädt die Stiftung gegen Rassismus gemeinsam mit einem breiten Bündnis bundesweit dazu ein, den Tag sowie die Werte und Rechte des Grundgesetzes sichtbar, lebendig und gemeinsam zu feiern – überall in Deutschland, dezentral und offen für alle.
Machen Sie mit! Planen Sie eine Aktion! Spenden Sie! Unterstützen Sie Demokratie und Menschenwürde!
Alle Interessierten laden wir herzlich zu einer ersten digitalen Informations- und Austauschveranstaltung am Mittwoch, 4. März, 17-18.30 Uhr ein! Anmeldungen bitte an mw@stiftung-gegen-rassismus.de
NEU ERSCHIENEN! Informationen, Beiträge, Materialien, Anregungen und vielfältige Stimmen rund um den 23. Mai finden Sie in unserer neuen Broschüre. Zum Download unter Materialien oder zur Bestellung in unserem Shop. Seien Sie gespannt!
Finanzielle Unterstützung für Ihre Aktion können Sie hier beantragen! Aktionsförderprogramm - Der Ehrentag. Für dich. Für uns. Für alle.
Über das Projekt
Das Grundgesetz ist mehr als ein juristisches Dokument. Es ist ein Leuchtturm – entstanden aus den Erfahrungen von Krieg, Diktatur und Menschenverachtung.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ (Artikel 1 des Grundgesetzes)
Dieses Versprechen gilt für alle Menschen, die in Deutschland leben. Doch Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Queerfeindlichkeit und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verletzen dieses Fundament immer wieder – im Alltag, in politischen Debatten und durch Gewalt. Gerade deshalb braucht es Orte, Zeiten und Anlässe, an denen alle, die in einem freien und demokratischen Land leben wollen, gemeinsam:
- Menschen zusammenbringen,
- demokratische Werte sichtbar machen
- und eine menschenwürdige und lebenswerte Zukunft gestalten.
Der 23. Mai ist dafür ein idealer Tag.
Die Initiative „23. Mai: Das Grundgesetz feiern!“
Ein bundesweiter Aktionstag, initiiert durch den von Jürgen Micksch moderierten Arbeitskreis „Pro Menschenwürde“ der Stiftung gegen Rassismus, mit dem Ziel, den Geburtstag des Grundgesetzes dauerhaft als Tag der Menschenwürde, Demokratie und Vielfalt zu etablieren. Im Mittelpunkt steht das Feiern des Grundgesetzes, das aktive Eintreten für demokratische Werte und die Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements.
Der Bundespräsident hat den 23. Mai als bundesweiten Ehrentag ausgerufen, um demokratisches Engagement zu würdigen, und unterstützt die Initiative. Das Projekt der Stiftung gegen Rassismus ergänzt den Ehrentag bewusst:
- mit einem klaren inhaltlichen Fokus auf Menschenwürde (Art. 1 GG),
- mit einer expliziten Haltung gegen Rassismus, Rechtsextremismus und sonstige gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit,
- mit konkreten Inhalten, Materialien und Beratung,
- mit zentralen Veranstaltungen
- und dem Ziel, insbesondere auch kleinere Kommunen und ländliche Räume zu stärken.
Mitmachen, unterstützen, sichtbar werden!
Ob mit einer eigenen Aktion, einer Spende oder einem eigenen Aufruf. Machen Sie mit!
Antworten auf alle weiteren Fragen – etwa zur Teilnahme, zur Planung eigener Aktionen, zu Nutzung der Materialien, zu Terminen und Unterstützungsangeboten – finden Sie im FAQ-Bereich.
Mitmachen!
Feiern Sie und setzen Sie ein Zeichen in Ihrem Ort, Ihrem Verein, Ihrer Schule oder Ihrem Umfeld. Ob Lesung, Picknick, Gespräch oder Konzert − jeder Beitrag ist am 23. Mai willkommen. Vor Ort wissen die Menschen am besten, was an solch einem Tag sinnvoll und möglich ist. Organisieren Sie oder besuchen Sie eine Aktion, ob groß oder klein. Hauptsache: Sie machen mit. Demokratie lebt von allen.
Antworten auf fast alle Fragen, finden Sie in den FAQs. Anregungen, Informationen und Materialien finden Sie ebenfalls in der Broschüre "23. Mai: Das Grundgesetz feiern".
WICHTIG: Tragen Sie Aktionen in unseren Veranstaltungskalender ein, teilen Sie uns Erfahrungen, Fotos und Berichte mit – so entsteht eine bundesweite Bewegung, die Mut macht und verbindet.
Materialien
Engagiert für den Tag des Grundgesetzes - Der Arbeitskreis Pro Menschenwürde (.pdf, 415,67 KB)
DownloadAufruf für den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai 2026: Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund und Stiftung gegen Rassismus (.pdf, 496,52 KB)
DownloadInterreligiöser Aufruf „Zusammen gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus“ (.pdf, 69,21 KB)
DownloadErklärung des Arbeitskreises "Pro Menschenwürde" für eine solidarische Gesellschaft und gegen Rechtsextremismus (.pdf, 541,99 KB)
DownloadHandzettel für Gespräche mit politischen Parteien vor Ort (.pdf, 566,71 KB)
DownloadPresse
FAQs
Jedes Jahr am 23. Mai und in der Woche davor
Bundesweit – überall dort, wo Menschen sich engagieren
Das Projekt findet dezentral statt: in Städten und Gemeinden, in Dörfern und ländlichen Regionen, in Schulen, Vereinen, Religionsgemeinschaften, auf öffentlichen Plätzen, in Kultur- und Sportstätten, in privaten, öffentlichen und beruflichen Räumen, analog und digital. Jede Aktion ist Teil einer bundesweiten Bewegung.
Alle - ob Kommunen und Verwaltungen, Initiativen, Vereine und NGOs, Schulen, Kitas und Hochschulen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, Sport- und Kulturakteur:innen, Gewerkschaften und Unternehmen, Medien oder Einzelpersonen.
Es geht auch ohne Budget, Vorerfahrung und mit wenig Zeit
Ob kleines Gespräch in der Mittagspause, großes Fest oder kreative Aktion – jede Beteiligung zählt. Der Aktionstag lebt von der Vielfalt der Beteiligten und den unterschiedlichen Formen des Engagements.
Es gibt viele Wege, sich zu beteiligen:
1. Überlegen und planen Sie eine Aktion. Anregungen und Impulse finden Sie auf unserer Webseite.
2. Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen.
3. Nehmen Sie an unseren Informations- und Vernetzungsveranstaltungen teil. Termine finden Sie in Kürze hier.
4. Tragen Sie Ihre Aktion in unseren Veranstaltungskalender ein.
5. Machen Sie Ihre Aktion sichtbar.
6. Nutzen Sie gerne unsere Materialien und Aktionspakete. Diese finden Sie hier und in Kürze in unserem Shop.
7. Führen Sie ihre Aktion am 23. Mai oder in der Woche davor durch.
8. Dokumentieren Sie Ihre Aktion (Fotos, Filme, Erfahrungen von Teilnehmenden, Berichte)
9. Senden Sie uns ihre Fotos, Filme, Erfahrungen, ... per E-Mail zu.
9. Inspirieren Sie andere ebenfalls mitzumachen.
Alles ist möglich – unabhängig von Größe, Zeit, Budget, Kapazitäten oder Erfahrung. Ob groß oder klein, laut oder leise. Vor Ort wissen die Menschen am besten, was an solch einem Tag sinnvoll und möglich ist.
Hier einige Anregungen:
● Würdevolle Mittagspause mit Gesprächen über einzelne Artikel
● Bürgerfeste mit Vorträgen, Musik und Tanz
● Demonstrationen für das Grundgesetz zum Motto »Die Würde des Menschen ist unantastbar«
● Momente der Menschenwürde filmen und posten
● Einbürgerungen können insbesondere an diesem Tag erfolgen
● Auszeichnung von Persönlichkeiten, die sich für die Werte des Grundgesetzes besonders engagieren
● Diskussionsveranstaltungen zum Grundgesetz und einzelnen Artikeln wie § 1 »Die Würde des Menschen ist unantastbar«, § 3 »Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich«, § 16 »Politisch Verfolgte genießen Asylrecht«, zum Grundgesetz und Extremismus und zur Kritik am Grundgesetz
● Theateraufführungen
● Lesungen zum Grundgesetz
● Plakataktionen in Geschäften und auf Straßen
● Schulen, Bibliotheken, etc. können Unterrichtseinheiten dem Tag widmen oder Aktionen durchführen
● Kindern aus würdevollen Büchern vorlesen
●Ausstellungen zur Geschichte des Grundgesetzes und einzelnen Artikeln
● Veranstaltungen, die auf den Beitrag von Einwandernden für die Ausgestaltung des Grundgesetzes hinweisen
● Kreative Interventionen im Öffentlichen Raum z.B.: mit bunter Kreide ihre Lieblingswerte auf die Straße schreiben
● Medien können den Tag in den Mittelpunkt ihrer Beiträge stellen
● Konzerte, Sportveranstaltungen, religiöse Feiern und vieles mehr
Weitere Anregungen finden sich in den »Impulsen« für die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Bitte tragen Sie Ihre Aktivitäten in den Veranstaltungskalender ein oder melden Sie diese der Stiftung gegen Rassismus, damit sie ausgewertet und bekannt gemacht werden können.
Die Stiftung begleitet und unterstützt Teilnehmende bundesweit:
Materialien
- Werbematerialien (Plakate, Flyer, Textbausteine, …) zur Verwendung
- Argumentationshilfen und Diskussionsimpulse
- Informationsmaterialien, Anregungen und Best Practice Beispiele zugeschnitten auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche
- Aktionspakete
Beratung, Begleitung und Vernetzung
- Informationsveranstaltungen
- Unterstützung bei der Aktionsplanung
- Beratung für Kommunen, Initiativen und Ehrenamtliche
- Vernetzung mit anderen Akteur:innen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media
- bundesweite Sichtbarkeit des Aktionstags
- Unterstützung bei Pressearbeit
- Social-Media-Paket zur freien Nutzung
Auswertung und Dokumentation
- Bündelung von Veranstaltungen
- Dokumentation und Auswertung aller Aktivitäten
- Interessensvertretung
Damit der 23. Mai langfristig als bundesweiter Aktionstag wachsen kann, ist das Projekt auf Spenden und Förderungen angewiesen.
Ihre Unterstützung ermöglicht:
- Koordination und Beratung bundesweit
- Entwicklung und Bereitstellung von Materialien
- Öffentlichkeitsarbeit und Sichtbarkeit
Spenden heißt: Demokratie stärken – konkret, sichtbar und vor Ort.
Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis setzt sich dafür ein, den Tag des Grundgesetzes am 23. Mai bundesweit mit vielfältigen Aktionen sichtbar zu machen und zu feiern. Unterstützung erhält die Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der den 23. Mai als Ehrentag des Grundgesetzes würdigt.
Die Initiative wird von der Stiftung gegen Rassismus umgesetzt und gemeinsam mit starken Partner:innen weiterentwickelt.
Der Arbeitskreis „Pro Menschenwürde“, in dem Persönlichkeiten und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Kommunen, Religionen, Kultur, Wirtschaft und Engagementarbeit zusammenarbeiten, begleitet das Projekt inhaltlich und strategisch. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven einzubringen und die gesellschaftliche Breite der Initiative zu sichern.
Organisatorisch ist das Projekt bei der Stiftung gegen Rassismus verankert. Vorstand und Gremien der Stiftung verantworten die strategische Ausrichtung, Transparenz und Weiterentwicklung der Initiative.
Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), die Medien-Gruppe Kirk AG, Omas gegen Rechts Deutschland e.V., PRO ASYL und die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung.
Kontakt