Rassismus im Gesundheitswesen
Rassismuskritische Bildung und Organisationsentwicklung
Über das Projekt
Das Modellprojekt „Rassismus im Gesundheitswesen – rassismuskritische Bildung und Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen“ wird für den Projektzeitraum von Januar 2025 bis 2027 von der Deutschen Fernsehlotterie gefördert.
Das Projekt zielt darauf ab, auf individueller, institutioneller und struktureller Ebene rassismuskritisches Handeln und Arbeiten im Gesundheitswesen zu ermöglichen. Ziel ist der Aufbau einer Antirassismus- Architektur im Gesundheitswesen mit drei Säulen (Bildung und Vernetzung, rassismuskritische Organisationsentwicklung, Zusammenarbeit von Beratungsstellen und Landesärztekammern). Fachkräfte, Patient*innen und Menschen mit Pflegebedarf, Kliniken, Landesärzte- und Landespflegekammern, Wohlfahrtsverbände und Beratungsstellen sollen in den Fokus genommen werden, um sich weiterzubilden, zu vernetzen und handlungsaktiv zu werden. Es werden niedrigschwellige Angebote geschaffen. Das Projekt arbeitet intersektional.
Sie wollen über das Projekt auf dem Laufenden gehalten werden? Senden Sie eine Email an: cw@stiftung-gegen-rassismus.de
| Projektlaufzeit: |
01. Januar 2025 bis 31.12.2027 |
|---|---|
| Förderer |
Deutsche Fernsehlotterie |
| Projektleitung |
Cora Weißert-Hartmann |
| Kontakt |
Aktuelle Aktivitäten
Eine digitale Infoveranstaltung für Patient*innen und Fachkräfte im Gesundheitswesen, die von Rassismus und/oder anderen Diskriminierungsformen betroffen sind.
Gleichzeitig richtet sich die Veranstaltung an alle Interessierten, die mehr über Beratungs- und Beschwerdewege erfahren möchten.
Vorgestellt werden die Arbeit der Menschenrechts-, Rassismus- und Diskriminierungsbeauftragten der Landesärztekammer Hessen sowie die Angebote unserer community-basierten Beratungsstelle.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus und InUnity.One – Community-basierte Beratung gegen Rassismus und Diskriminierung.
Gemeinsam möchten wir mehr Transparenz über Beratungs- und Beschwerdemöglichkeiten im Gesundheitswesen schaffen – vor allem für Betroffene, damit sie ihre Rechte kennen und durchsetzen können.
📅 Wann: Dienstag, 02. Dezember 2025
⏰ Uhrzeit: 18:00 – 20:00 Uhr
🎤 Referentinnen:
- Barbara Mühlfeld – Menschenrechts-, Rassismus- und Diskriminierungsbeauftragte der Landesärztekammer Hessen
- Charlotte Njikoufon – Beraterin bei InUnity.One – Community-basierte Beratung gegen Rassismus und Diskriminierung
Anmeldung über folgenden Link.
Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung.
Den Zugangslink senden wir einige Tage vor der Veranstaltung zu.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Kommende Termine: 26.09.25 / 05.12.2025 jeweils 16-18h
Gemeinsam möchten wir uns vernetzen und den Prozess der Selbstermächtigung anstoßen. Wir tauschen uns zu unseren individuellen Gestaltungsspielräume aus und eruieren unsere Ressourcen. Wir möchten gemeinsam erarbeiten, welche Handlungsoptionen wir bzgl. Rassismus-erfahrungen als Akteur*innen im Gesundheitswesen haben und mögliche Lösungen entwickeln. Wir machen uns bewusst, dass wir nicht alleine sind und unsere Vernetzung uns Kraft für die Arbeitspraxis geben kann.
Hinweis: Der Raum ist solidarisch und diskriminierungssensibel gestaltet. Es gibt jederzeit die Möglichkeit, Pausen nach individuellen Bedürfnissen zu nehmen.
Wir laden alle Menschen ein teilzunehmen, die sich von dieser Definition nach Kein Nghi Ha angesprochen fühlen:
“Als gemeinsame Plattform für grenzüberschreitende Bündnisse wendet sich dieser Begriff gleichermaßen an alle Mitglieder rassifizierter und unterdrückter Communitys. People of Color bezieht sich somit auf alle rassifizierten Menschen, die in unterschiedlichen Anteilen über afrikanische, asiatische, lateinamerikanische, arabische, jüdische, indigene oder pazifische Herkünfte oder Hintergründe verfügen. Es verbindet diejenigen, die durch die weiße Dominanzkultur marginalisiert sowie durch die Gewalt kolonialer Tradierungen und Präsenzen kollektiv abgewertet werden.”
Kommende Termine: werden noch bekannt gegeben
Gemeinsam möchten wir uns aktiv in Bezug auf das Thema Diskriminierung sensibilisieren und gemeinsam dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung entgegentreten. Durch unterschiedliche partizipative Methoden erlernen die Teilnehmenden Diskriminierungen zu verstehen und zu erkennen. Es wird die eigene gesellschaftliche Positionierung in den Blick genommen und geschaut, wie die Betroffenen-Perspektive im Arbeitsalltag mitgedacht werden kann.
- Anmeldung per Email an: cw@stiftung-gegen-rassismus.de
- Betreff: Lernraum 20.03
- Nennung von Name und Tätigkeitsfeld
- Vorraussetzung: funktionierende Kamera und Mikrophon
- Maximale Teilnehmendezahl: 20 Personen
- Der Link wird nach Anmeldung zugesendet.
Interviewreihe: Was ist Gesundheit?
Was bedeutet Gesundsein für dich? So ganz persönlich.
Gesundheit ist ein subjektives Empfinden, oder? Doch wie setzt sich dieses Empfinden zusammen? Welche Faktoren spielen dafür eine Rolle? Welche Erlebnisse mit dem Gesundheitssystem haben eine positive oder negative Auswirkung auf das Wahrnehmen vom eigenen Gesundsein? Welche Strukturen und Herausforderungen hindern uns gesund zu sein? Wie hängen Gesundsein und Lebensqualität zusammen?
Wie verändern individuelle und strukturelle Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen dieses Empfinden von Gesundheit? Was hat die Leitmedizin, Wissenschaft, Gesellschaft und Staat damit zu tun? Und wie müssen sie ihre Denk- und Arbeitsweisen verändern, um alle Perspektiven in der medizinischen Versorgung mitzudenken.
Welche individuellen Wünsche und Forderungen ergeben sich daraus für das Gesundheitswesen?
In unserer Reihe „Was ist Gesundheit?“ erzählen jeden Monat Menschen, wie sie Gesundheit erleben – und was sich ändern muss, damit Gesundheitsversorgung für alle gerecht und wirksam ist.
Durch das Zuhören von unterschiedlichen, marginalisierten Perspektiven hoffen wir auf eine Antwort zu „Was ist Gesundheit?“
Materialien
Die folgenden Materialien wurden entwickelt in Zusammenarbeit mit Fachkräften aus dem Gesundheitswesen, Patient*innen und Menschen mit Pflegebedarf, Beratungsstellen und zivilgesellschafltichen Organisationen, die Menschen unterstützen, die Rassismus im Gesundheitswesen erfahren haben. Der Button bringt Sie auf die Webseite mit den Materialien zur Unterstützung von Rassismusbetroffenen im Gesundheitswesen.
Architektur des Projekts
In Zusammenarbeit mit Patient*innenvertretungen, ehrenamlichen Multiplikator*innen und Landesärzte- und Pflegekammern wird eine Schulung für die Patientinnenvertretungen und Multiplikatorinnen entwickelt. Ziel ist das Bennen und Erkennen von Rassismus, Kennen der Patientinnenrechte, Handlungsoptionen und Anlaufstellen nach Rassismusserfahrungen. Darauf aufbauend eine weitere Schulung für Fachkräfte, welche sich an den Bedarfen der Patientinnen orientiert.
Erstmalig entsteht eine Vernetzung und ein gemeinsamer Lernraum aus Patient*innen und zivilgesellschaftlichen Akteuren und Fachkräften. Herausforderungen, Bedarfe und Lösungsansätze der jeweiligen Perspektiven werden ermittelt.
Sie haben Interesse mitzuwirken? Kontaktieren Sie uns gerne
Ein Leitfaden „Erste Schritte in die rassismuskritische Organisationsentwicklung (rO)“ wird entwickelt. Durch Interviews mit Expert*innen der rO und Kliniken werden die derzeitigen Herausforderungen, Bedarfe und Lösungsansätze einer rO im Krankenhaus herausgearbeitet. Eine digitale Vorstellung des Leitfadens im Netzwerk soll die Bekanntheit vergrößern und gleichzeitig für alle zugänglich gemacht werden. Begleitet wird die Erstellung des Leitfadens von einem Expert*innenbeirat.
Sie haben Interesse mitzuwirken? Kontaktieren Sie uns gerne.
Der Aufbau einer Zusammenarbeit zwischen Anti-Diskriminierungsberatungsstellen, Landesärzte- und Landespflegekammern auf Länderebene entsteht. Es bedarf dieser Zusammenarbeit, um das Beschwerde-Management im Themenfeld Diskriminierung im Gesundheitswesen zu verbessern. Eine langfristige Vernetzung und Zusammenarbeit sollen in einem Arbeitskreis entstehen. Best-Practices sollen formuliert und öffentlich zugänglich gemacht werden.
Sie haben Interesse mitzuwirken? Kontaktieren Sie uns gerne.
Arbeitsdefinition Rassismus
Rassismus ist eine Ideologie, die Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihres Namens, ihrer (vermeintlichen) Kultur, Herkunft oder Religion abwertet. Rassismus passiert jeden Tag. Rassismus im Gesundheitswesen kann in den Strukturen aber auch auf institutioneller und individueller Ebene passieren.
Beispiele sind
Patient*innen werden nicht gegrüßt, wegen ihrer Herkunft.
Menschen mit Pflegebedarf erhalten kein Infomaterial zu ihren Leistungen, weil sie kaum deutsch sprechen.
Internationale Fachkräfte können sich nicht weiterbilden, da ihr Deutschkurs gleichzeitig stattfindet.
Sie haben Rassismus oder Diskriminierungen im Gesundheitswesen erlebt?
Wenden Sie sich an die:
Landesärztekammer
Landespflegekammer
Antidiskriminierungs - Beratungsstelle
in Ihrem Bundesland
Kooperationspartner
Stimmen aus der Presse
Rassismus im Gesundheitswesen
Dr. med. Mabuse-Zeitschrift für alle Gesundheitsberufe, Ausgabe 2-2025Stiftung erhält Förderung
Darmstädter Echo, 02.05.2025Pressemitteilung: Darmstädter Stiftung erhält Förderung für bundesweites Antirassismus-Projekt im Gesundheitswesen
Deutsche Fernsehlotterie 02.05.2025Hoffnung im Blick mit Cora Weißert-Hartmann
Evangelische Medienakademie, 18.02.2025Modellprojekt gegen Rassismus in der Medizin
WDR, 18.02.2025Neues Projekt gegen Rassismus im Gesundheitswesen startet
KNA, 17.02.2025Neues Projekt gegen Rassismus im Gesundheitswesen startet
ÄrzteZeitung.de, 17.02.2025
Projektleitung & Kontakt
Cora Weißert-Hartmann
Projekt Rassismus im Gesundheitswesen
cw@stiftung-gegen-rassismus.de
+49 6151 6678258
Gefördert von: