25.02.26 um 00:00 Uhr bis 24.04.26 um 23:59 Uhr

Internationale Wochen gegen Rassismus (Landkreis Marburg-Biedenkopf)

Auch Online verfügbar

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf beteiligt sich mit mehreren Veranstaltungen an den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026. Bereits seit 2023 ist die Stadt Marburg bei den Aktionswochen dabei. Hier eine Auswahl an Veranstaltungen:

"Haltung zeigen... Dürfen wir das?"
Demokratische Werte werden in Deutschland zunehmend angegriffen. Gemeinnützige Vereine stehen hierbei nicht selten vor Frage, wie sie sich bei demokratiefeindlichen Vorfällen innerhalb oder außerhalb ihres Vereins verhalten sollen – Haltung zeigen oder „politisch neutral“ sein? Die Referent:innen Angelika Ribler (Sportjugend Hessen) und Manuel Glittenberg (Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik) informieren darüber, worauf gemeinnützige Vereine achten können, um handlungssicher zu werden und rechtssicher arbeiten zu können.

• Format: Online-Veranstaltung
• Datum: Montag, 16. März 2026
• Uhrzeit: 17:30 – 19:00 Uhr
• Ort: Online
• Zielgruppe: Mitglieder von Vereinen, Interessierte
• Kontakt: „misch mit! Miteinander Vielfalt (er)leben“, bsj Marburg
• Anmeldung: Anmeldung bis zum 12. März 2026 unter kontakt@misch-mit.org
• Barrierefreiheit: Da Online, ja.

"Alle gehören dazu"
Vielfalt entdecken von klein auf:

Im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus entsteht in Kooperation zwischen der Gemeinde Dautphetal und dem Verein FürDich e.V. aus Dautphetal-Friedensdorf eine liebevoll zusammengestellte Themenbox für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Mit unterschiedlichen Büchern für Eltern und pädagogische Fachkräfte fördert das Angebot ein wertschätzendes Miteinander, stärkt Empathie und macht Vielfalt im Alltag von Kindern erlebbar. Besonderen Wert wurde auf das Thema Alltagsrassismus gelegt.

• Format: Themenbox für die KiTa Kinder in Dautphetal: Bücher für Kinder im Alter von 3–6 Jahren sowie für Eltern und pädagogische Fachkräfte.
• Datum: 16. – 29.03.2026
• Uhrzeit: Rund um die Uhr
• Ort: Kinder und Jugendbücherei, Dautphetal-Friedensdorf
• Zielgruppe: Kinder (3–6 Jahre), pädagogische Fachkräfte, Eltern
• Kontakt: Gemeindeverwaltung Dautphetal, Hainstraße 1, Fachbereich I – Fachdienst Jugend und Familie
Verein FürDich e.V., In der Lehmkaute 22, 35232 Dautphetal-Friedensdorf
• Anmeldung: Wenn sie Interesse an solch einer Themenbox haben, können sie diese unter www.fuerdich.jetzt oder 0176/62536714 anfragen.
• Barrierefreiheit: Außerhalb dieser Aktionswoche finden sie Bücher zu diesem und vielen anderen Themen in der Kinder- und Jugendbücherei in Dautphetal-Friedensdorf (Neue Kirchstraße – gegenüber der Feuerwehr). Die Bücherei ist täglich von 9-18:00 Uhr geöffnet, Bücher können selbstständig ausgeliehen und zurückgegeben werden. Die Bücherei ist barrierefrei gebaut. Auch Themenboxen können jederzeit bei uns nach Anfrage ausgeliehen werden.

"Lesung: privilegiert diskriminiert"
Susanne Pfankuch hat die Tagebücher und Briefe ihres Vaters ausgewertet. In jugendlichem Alter dokumentierte Peter Pfankuch sein Leben in Berlin während des gesamten Krieges in Tagebüchern. Seine Familie lebte nahe am Abgrund: Der Vater verlor seine Arbeit, die Mutter fürchtete die Deportation, er selbst erhielt Schulverbot. Einige Verwandte und Freunde flüchteten oder wurden deportiert. Bomben fielen. Sorgen, Not und Angst bestimmten seinen Alltag.

• Format: Lesung der Autorin und Tochter Susanne Pfankuch aus ihrem 2024 erschienenen Buch „privilegiert diskriminiert'. Aus Tagebüchern und Briefen des jungen Berliners Peter Pfankuch von 1939-1945"
• Datum: Donnerstag, 19.03.2026
• Uhrzeit: 18:00 Uhr
• Ort: Hessisches Staatsarchiv Marburg, Friedrichsplatz 15
• Zielgruppe: Jugendliche und Erwachsene
• Kontakt: Arbeitskreis Landsynagoge Roth e.V. ( a.wenz@landsynagoge-roth.de )
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Marburg Kulturelle Aktion Marburg - Strömungen e.V.
• Anmeldung: Nicht erforderlich.
• Barrierefreiheit: Keine Angabe.

"Postkolonialer Stadtrundgang"
Wir gehen der Frage nach, inwieweit der Kolonialismus – auch in Marburg – bis heute im Alltag präsent ist und laden ein zum Innehalten, Interagieren, Ausprobieren und Auseinandersetzen. Wir beginnen beim Jägerdenkmal im Schülerpark, schlagen einen Bogen über die ehemalige anatomische Sammlung in der Robert-Koch-Straße und enden beim Zollamt in der Nähe des Bahnhofs.

Wir sind eine interdisziplinäre AG der Bildungsgruppe êpa!, die sich aus Interesse an der Thematik (Post-)Kolonialismus zusammengefunden hat und motiviert ist, ihre Rechercheergebnisse mit einer breiteren Öffentlichkeit zu teilen und gemeinsam zu diskutieren.

• Format: Stadtrundgang
• Datum: Sonntag, 22.03.2026
• Uhrzeit: 10:30 – 13:00 Uhr
• Ort: Treffpunkt: Jägerdenkmal im Ludwig-Schüler-Par
• Zielgruppe: Alle Interessierten.
• Kontakt: Bildungsreferentin Weltladen Marburg
Doreen Thieke, epa@weltladen-marburg.de
• Anmeldung: Nicht erforderlich. Kostenfrei, Spenden erwünscht.
• Barrierefreiheit: Einschränkungen bzgl. Sehbehinderung oder Fremdsprache sollten uns im Voraus benannt werden.

"Migration and Change"
Mit der Projektreihe „Migration and Change“ lädt der Deutsch-Schwedische Freundschaftsverein Marburg e.V. alle ein, Migration in thematischer Breite zu diskutieren. In offenen Erzählräumen können Geschichten von Flucht, Migration und den damit verbundenen Herausforderungen geteilt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die kulturelle Vielfalt als Potenzial zur Bereicherung unserer Gesellschaft und die Frage, was wir tun können, um Fremdsein in und durch Gemeinschaft zu überwinden.
Mohamad Sadiq Feday zeigt Gemälde zu seiner Flucht- und Migrationsgeschichte. Aufgrund der zunehmend restriktiven Migrationspolitik drohte ihm die Abschiebung von Schweden nach Afghanistan. Mit der Aufnahme in Deutschland erhielt er wieder Sicherheit im Leben.
Weltweit werden Menschenrechte verletzt, durch Verfolgung, Krieg oder Diskriminierung. Humanitäre Hilfe für die Betroffenen ist nicht verhandelbar, sondern ein Gebot der Menschlichkeit und Bekenntnis unserer Gesellschaft zu den Grund- und Menschenrechten.

• Format: Ausstellung mit Diskussion
• Datum: Samstag, 28.03.2026
• Uhrzeit: 15:00 – 18:00 Uhr
• Ort: Interkulturelles Begegnungszentrum „Kerner“, Lutherischer Kirchhof 3, 35037 Marburg
• Zielgruppe: Alle
• Kontakt: Deutsch-Schwedischer Freundschaftsverein Marburg e. V. (DSFV), Brigitte Knobl, dsfvmarburg@gmail.com ;
Interkulturelles Begegnungszentrum „Kerner“, Pfarrer Uli Biskamp.
• Anmeldung: Nicht erforderlich.
• Barrierefreiheit: Ja.

Programm Infos

Beginn: 25.02.26 um 00:00 Uhr

Ende: 24.04.26 um 23:59 Uhr

Dauer: 1 Monat & 30 Tage

Anzahl Veranstaltungen: 35

Formate: Präsenz, Digital

Kategorien: Film, Führung / Rundgang, Lesung, Religiöse Feiern / Fastenbrechen / Gottesdienst / Newroz, Ausstellung, Workshop / Seminar / Webinar, Sport, Sonstiges, Vortrag / Diskussion, Kochen / gemeinsames Essen, Lesung für Kinder, Konzert / Musik

Themen: Antidiskriminierung, Antirassismus, Interkultureller Austausch / Dialog / Begegnung, Queerfeindlichkeit, (Post-)Kolonialismus, Religion / Glauben, Vergangenheit / Geschichte / Gedenken, Umgang mit Rassismus / Alltagsrassismus, Flucht / Asyl / Migration / Integration, Rechtsextremismus / Rechtspopulismus /rechte Ideologien, Antisemitismus, Antimuslimischer Rassismus

Anmeldung erforderlich: Nein

Veranstaltungsort

Landkreis Marburg-Biedenkopf
35037 Marburg
Hessen

Veranstalter*in

DEXT-Fachstelle Marburg-Biedenkopf

Website

In den Veranstaltungskalender der Stiftung gegen Rassismus nicht aufgenommen werden Veranstaltungen von Einrichtungen, die rassistische, antisemitische oder andere Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit vertreten sowie gegen Werte des Grundgesetzes verstoßen. Die Stiftung gegen Rassismus geht davon aus, dass koordinierende Institutionen vor Ort entsprechende Ausschlusskritieren für die Aufnahme von Veranstaltungen in Programme zu den UN-Wochen gegen Rassismus anwenden.

Die Veranstaltenden vor Ort behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Der Veranstaltungskalender dient nur der Bewerbung von Veranstaltungen während und um die Internationalen Wochen gegen Rassismus sowie den Tag des Grundgesetzes 2026.