Arbeits­kreis „Solidarisches Europa. Zusammen gegen Rassismus“

Rassismus kann Europa zerstören.

Dagegen können wir etwas tun.

„Der Brexit von Großbritannien hatte rassistische Wurzeln. In Dänemark sind die regierenden Sozialdemokraten zu einer rassistischen Partei geworden. In Polen und Ungarn sind rassistische Parteien an der Regierung und spalten Europa. Eine rechtsextreme Partei prägt auch in Slowenien die Regierung. In Österreich war die rassistische FPÖ mit an der Regierung und nach ihrem Ausscheiden versucht die ÖVP als Regierungspartei, deren Wählerinnen und Wähler zu gewinnen und übernimmt rassistische Positionen. In Frankreich hat eine rassistische Partei Chancen, den nächsten Präsidenten zu stellen. Ähnliches gilt für zwei rechtspopulistische Parteien in Italien. Viele rassistisch motivierte Anschläge gegen Juden, Muslime, Roma und Flüchtlinge gibt es in Deutschland. Die Europäische Kommission und die europäischen Regierungen tragen die Verantwortung für die Toten im Mittelmeer – ein Ausdruck von rassistischem Verhalten gegenüber Flüchtlingen.

Der Rassismus in Europa ist dramatisch. Manche politischen Parteien der Mitte werden in Europa zunehmend rassistischer und nationalistischer. Eher liberale Parteien schweigen zu rassistischen Vorfällen. Die Überwindung von Rassismus ist vor allem eine Aufgabe der Zivilgesellschaft. Politische Parteien sind von Wahlen abhängig und engagieren sich kaum gegen Rassismus. Mehrheiten sind in der Bevölkerung zu organisieren, die sich für eine menschenfreundliche Gesellschaft und die Überwindung von Rassismus einsetzen. Eine Vielfalt von Aktivitäten ist dafür erforderlich. Das kann das Verhalten politischer Parteien verändern.“ Das erklärten Persönlichkeiten aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Tschechien am 21. September 2021 im Anschluss an eine Tagung zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus in der Katholischen Akademie in Mainz/Deutschland.

Die Stiftung gegen Rassismus lud am 15. Dezember 2021 weitere Persönlichkeiten aus zehn europäischen Ländern zu einem digitalen Treffen ein, bei dem sie eine gemeinsame Erklärung verabschiedeten. Sie wiesen darauf hin, dass der Internationale Tag gegen Rassismus ein „Kristallisationspunkt für Initiativen und Kooperationen“ sein kann. Sie gründeten den Arbeitskreis „Solidarisches Europa. Zusammen gegen Rassismus.“ (SolE) und wollen zum 21. März 2022 mit beispielhaften Initiativen starten (siehe Downloads).

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